Ferienhaus Canarias

Landwirtschaft auf Gran Canaria

Bis zur Eroberung durch Spanien im 15. Jahrhundert lebten die Ureinwohner Gran Canarias weitgehend isoliert, als Selbstversorger, die sich durch Ackerbau und Viehzucht ernährten.

Nicht zuletzt die klimatischen Voraussetzungen weckten die Begehrlichkeiten der Eroberer, die als Seefahrer die Kanarischen Inseln entdeckt hatten.

Die ersten 100 Jahre der Kolonialherrschaft prägten das Bild der landwirtschaftlichen Nutzung der Insel. Der Anbau von Zuckerrohr war in dieser Zeit das wichtigste Standbein der Landwirtschaft Gran Canarias. Dies änderte sich jedoch im 16. Jahrhundert schlagartig: auf seiner zweiten Reise brachte Christoph Kolumbus bereits 1493 Zuckerrohrstecklinge in die Karibik. In den folgenden 100 Jahren entwickelten sich die europäischen Karibik-Kolonien zur Hauptanbauregion und liefen damit Gran Canaria den Rang ab und beraubten die Insel nach und nach ihres wichtigsten Exportartikels. Zwar wird bis heute auf Gran Canaria Zuckerrohr angebaut und zum Beispiel für die Herstellung des berühmten Rums aus Arehucas genutzt, die Mengen sind jedoch im Vergleich zu den Hochzeiten des Anbaus verschwindend. Noch in den 70er Jahren produzierte die Landwirtschaft rund 6 Mio. Kilo Zuckerrohr, was jedoch ebenfalls nur einen Bruchteil der einst aus Gran Canaria exportierten Mengen darstellte.
In den folgenden Jahrhunderten wurden verschiedene Versuche unternommen, die Landwirtschaft auf Gran Canaria sinnvoll umzugestalten.

Im 19. Jahrhundert konzentrieren die Landwirtschaft sich auf die Züchtung der Cochenille, der Schildlaus aus deren trächtigen Weibchen der als Karmin bekannte rote Farbstoff gewonnen wird, dem unter anderem Lippenstifte oder der bekannte italienische Likör Campari seine Farbe verdanken.

Im Laufe der Zeit wurde der Naturfarbstoff jedoch von synthetischen Farbstoffen weitgehend verdrängt und findet heute nur noch vereinzelt Verwendung in der Lebensmittelindustrie, erkennbar auf Zutatenlisten als Lebensmittelfarbstoff E 120.

Bananen waren ein weiterer Versuch der Umgestaltung der Landwirtschaft unter Ausnutzung der klimatischen Voraussetzungen Gran Canarias. Gewählt wurde hierbei eine spezielle indochinesische Sorte, die aufgrund ihrer geringeren Größe im Vergleich zur uns bekannten Banane nur auf geringeres Interesse der europäischen Verbraucher stieß. Trotzdem ist die Banane bis heute der Exportartikel Nr.1 der Insel.

Außerdem werden in höheren Lagen auf Gran Canaria Kartoffeln (mehr als 50 Sorten gedeihen auf der Insel und tragen maßgeblich zur abwechslungsreichen Küche bei), Mais, Kohl, Feigen sowie in geringem Ausmaß weiterhin Zuckerrohr angebaut.

Die fruchtbaren Täler wie zum Beispiel das Barranco de Agaete bieten Anbauflächen für Kokospalmen, Kaffee und verschiedene bis zu uns nach Deutschland exportierte Früchte.

Ein weiterer Bestandteil des insgesamt heute, neben dem Tourismus, eher unbedeutenden Anteils der Landwirtschaft an den Einkünften Gran Canarias sind die Tomaten. Gran Canaria ist hier für den europäischen Absatzmarkt der größte Produzent der Kanarischen Inseln und die Tomaten sind nach den Bananen der wichtigste Exportartikel Gran Canarias.

Viehzucht spielt auf Gran Canaria seit jeher eine untergeordnete Rolle. Hierzu mangelt es nicht zuletzt an Wiesen und Weiden. In geringerem Umfang werden Ziegen gezüchtet, die jedoch alleine dem lokalen Verzehr sowie der Milch- und der Käseherstellung dienen.

Genießen Sie die Früchte der Landwirtschaft direkt am Ort des Anbaus.
Gran Canaria begrüßt Sie mit einem reichhaltigen Erntekorb.

Playa del Ingles: Haus + Pool
Playa del Ingles: Haus + Pool
Puerto Nieves: Fewo Meernah + Wlan
Puerto Nieves: Fewo Meernah + Wlan
Villa 1 mit Pool in Golfnähe
Villa 1 mit Pool in Golfnähe
Puerto Nieves: Fewo 1 mit Meerblick
Puerto Nieves: Fewo 1 mit Meerblick

Service-Hotline:
+49 (0)8677 409 97 30

Bürozeiten:
Montag – Freitag
10:00 – 18:00 Uhr
Samstag
10:00 – 14:00 Uhr

Kontaktformular

zur Detailsuche

https://www.gran-canaria.ferienhaus-canarias.net/landwirtschaft-r396.html